
Am 16. und 17. April 2026 fand in Berlin das ALS-Netzwerk-Symposium statt – ein wichtiges Zusammentreffen der ALS-Zentren in Deutschland. Mehr als 40 Neurologinnen und Neurologen, Wissenschaftler und Studienkoordinatorinnen aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an der Veranstaltung teil.

















Im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung standen folgende medizinische, wissenschaftliche und technologische Themen:
ALS-Phänotypen- und Biomarkerstudie NfL-ALS03 – Statusbericht (Peggy Schumann, ALS-Ambulanz der Charité, Berlin); ALS-OPM-Phänotypen 3.1– Datenauswertung (Thomas Meyer, Charité); ALS-OPM 3.3 – Weiterentwicklung der Klassifikation (Torsten Grehl, Alfried Krupp Krankenhaus, Essen); Vorstellung der neuen Webseite ALS-OPM.org (Senthil Subramanian, Ambulanzpartner, Berlin); Troponin T – aktueller Stand der Forschung (Patrick Weydt, Universitätsklinikum Bonn); ALSFRS-R-SE 2.1 – Vorstellung der neuen, selbsterklärenden ALS-Funktionsskala (André Maier, Charité); Demonstration der internationalen Versionen der „ALS App“ (Senthil Subramanian, APST Research, Berlin); Das D50-Modell in der ALS-Forschung (Julian Großkreutz, Universitätsmedizin Schleswig-Holstein, Lübeck); Nichtmotorische Symptome bei der ALS – Entwicklung einer neuen Skala (Bogdan Bjelica, Medizinische Hochschule Hannover); ALS-SYS 26 – die numerische Skala für ALS-Symptome (Sebastian Frischholz, ALS-Ambulanz der Charité, Berlin); ALS-2D Study: Dysarthrie und Dysphagie bei der ALS (Marie-Thérèse Henke, Charité); der „ALS-Pen“ – live Demonstration (André Maier, Charité); Ambulanzpartner-Versorgungsnetzwerk – Statusbericht (Felix Kolzarek, Ambulanzpartner, Berlin); ALS Center App – ein neuer Service für ALS-Zentren (Christoph Münch, APST Research, Berlin); ALS-Apothekenprogramm – Kennzahlen und Update (Susanne Spittel, Ambulanzpartner, Berlin); DMC-Programm – Monitoring über die ALS-App (Dagmar Kettemann, Charité); ALS-TIMe – Projekt zu komplexen Rollstühlen (Susanne Spittel, Ambulanzpartner, Berlin); Außerklinische Intensivpflege bei der ALS (Birgit Koch, Charité); MANAGE-SMA – Projektvorstellung (Ronja Schiemann, Ambulanzpartner, Berlin); TRICALS 2026 – Bericht vom Amsterdam-Meeting (Julian Großkreutz, Universitätsmedizin Schleswig-Holstein, Lübeck); strategische Neuausrichtung des Forschungsnetzwerkes MND-NET (Jochen Weißhaupt, Universitätsklinikum Ulm); Minimal Dataset bei individuellen Heilversuchen (Patrick Weydt, Universitätsklinikum Bonn); Fachausschuss Neuropsychologie (Katharina Linse, Universitätsklinikum Dresden); LUMINA-Studie – Forschung zur Prodromalphase der ALS (Johannes Dorst, Universitätsklinikum Ulm); Neue Response-Marker – Imaging-Parameter (Julian Conrad, Universitätsklinikum Mannheim); Neue Response-Marker – Videoanalyse (Michael Friedrich, Universitätsklinikum Ulm, Ulm); Nicht-motorische Symptome und Therapieoptionen (Christine Herrmann, Universitätsklinikum Ulm & Bogdan Bjelica, MHH); MND-NET Konferenz im Oktober 2026 – Sichtbarkeit und Vernetzung (Joachim Schuster, Universitätsklinikum Ulm) sowie „EssentiALS“ – eine neue Plattform für „Investigator initiated trials“, IIT (David Brenner, Universitätsklinikum Ulm). Die Veranstaltung wurde durch Thomas Meyer (16. April) und Jochen Weishaupt (17. April) moderiert.









Das ALS-Netzwerk-Symposium 2026 bot eine zentrale Plattform für den fachlichen und wissenschaftlichen Austausch zu neuen Entwicklungen in Diagnostik, spezialisierter Behandlung sowie klinischer Forschung. Die Vernetzung der führenden ALS-Zentren in Deutschland, der Ideenaustausch sowie die Präsentation aktueller Daten und Forschungsergebnisse sind ein elementarer Bestandteil, um eine optimale Versorgung zu ermöglichen, neue Therapieoptionen zu entwickeln und den ALS-Forschungsstandort Deutschland zu stärken.
Autor: Thomas Meyer
Links:
- ALS-Ambulanz der Charité: https://als-charite.de
- Ambulanzpartner: https://www.ambulanzpartner.de
- MND-Net: https://mnd-net.de/de/
- ALS-App: https://www.ambulanzpartner.de/als/als-app/

